Mein beruflicher Lebensweg

Was mich persönlich stark motiviert, sind Entwicklungen und authentischer Selbstausdruck und lebenslanges Lernen. „Lernen ist Vorfreude auf sich selbst!“ Gesundsein kann man lernen.
Wohlbefinden heißt auch: in die eigene Kraft kommen, sein eigenes Ding machen und es mit Liebe tun. Dauerhafte Gesundheit beruht auf einem guten Verhältnis zum eigenen Körper und zu den eigenen Gefühlen. Ein gesunder Lebensweg führt zu immer mehr Selbstliebe und innerem Frieden und einem Grundgefühl des tiefen Verbundenseins mit allen Lebewesen.

Darum begleite ich als Therapeutin seit Jahrzehnten so gerne Menschen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Lebensfreude!

 

Entscheidend für diese Berufswahl war meine eigene gesundheitliche Krise in der Jugend, eine zwei Jahre lang nicht entdeckte Kieferknochenentzündung im Anschluss ans Ziehen aller vier Weisheitszähne. Das eigene Kranksein und Gesundwerden führte zur beruflichen Neuorientierung.

 

Mit meinen Händen zu arbeiten und zu berühren, das bin „ganz ich“. Als Kind und Jugendliche habe ich viel gebastelt, gestrickt, Kleidung genäht, und vor allem Klavier gespielt. Ich wollte Bäuerin werden oder Tischlerin. Und ich habe damals unersättlich viel gelesen, um die Menschen und ihre Geschichten kennenzulernen. Weil ich so gern lerne und auch Kunst liebe, habe ich dann doch studiert, Germanistik / Theaterwissenschaft und Klavier.

 

Gegen Ende des Studiums kam das Weisheitszahn-Problem, dann zwei Jahre lang diverse Arztbesuche und Therapien, und ich erinnere mich an ein Physikalisches Institut, in dem ich massiert werden sollte, ich war ja wegen der Kieferschmerzen völlig verspannt im oberen Rücken. Dieses Institut war in Ausstattung und Arbeitsabläufen wenig modern, mehrere Patienten wurden im selben Raum behandelt, mir gegenüber saß eine alte Frau mit dick geschwollenem Knie. Und da passierte es, ich spürte einen ganz starken inneren Drang, meine Hände auf dieses arme Knie zu legen, gut und heilsam zu berühren – habe es aber doch der dortigen Therapeutin überlassen.

An diesem Tag beschloss ich, das Handwerk einer Masseurin zu lernen und diesen Beruf zu ergreifen. Bestärkend war, dass alle, denen ich davon erzählte, begeistert waren und meinten, „ Super, da komm ich dann zu dir und lass mich von dir massieren!“ - So viel Vertrauensvorschuss, obwohl man mich von dieser Seite noch gar nicht kannte.

 

In den folgenden Jahren lernte ich als erstes Fußreflexzonen-Massage und Heilmassage, dann Tiefenmassage nach Marnitz. Angestellt in einem traditionsreichen Kurhotel im schönen Ötscherland, betreute ich die Gäste bei ihren Entschlackungs-Kuren mit Lymphdrainagen, Darmwäschen, und auch als Wanderführerin.

 

Zurück in Wien machte ich mich sehr bald selbständig, gemeinsam mit einer Kollegin. Wir leiteten zuerst die Massageabteilung in einem Fitness-Center, dann gründeten wir unser eigenes Massage-Institut in der Wiener Innenstadt.

In Gesprächen während der Massagen wurde mir klar, dass viele Kunden nicht nur körperliche sondern auch emotionale, psychische  Anliegen haben. Um da besser helfen zu können, absolvierte ich einen Teil der Psychotherapie-Ausbildung, fand diese aber nicht wirklich nützlich für meine Arbeit.

 

In jener Zeit boomte das Interesse an fernöstlicher Medizin und Weisheit. So kam ich 1994 mit Shiatsu in Berührung und besuchte gemeinsam mit meiner Kollegin erste Shiatsu-Kurse. Begeistert erzählten wir unseren Kunden davon, mit dem Erfolg dass viele es gleich ausprobieren wollten und unser Anfänger-Shiatsu sogar besser fanden als die bisherigen Massagen. Unser Massage-Institut wurde rasch zu einer der ersten Shiatsu-Praxen in Wien, und das noch während der vier Jahre, in denen wir die komplette Ausbildung am „Europäischen Shiatsu-Institut“ absolvierten. Shiatsu unterstützt beides, den Körper und die Psyche, somit hatte ich auch eine ganzheitliche Arbeitsmethode gefunden.

 

2002 kam mein Sohn Alexander zur Welt. In Mödling bot ich Baby-Massagekurse für Gruppen an und nahm den Kleinen mit als Modell, zum Vorzeigen der Massagegriffe. Mein Sohn ist jetzt ein großer junger Mann, und ich behandle immer noch besonders gern Babys, Kinder, Jugendliche und schwangere Frauen.

 

Etwa 2008 hörte ich von der Methode Cranio-Sacral-Therapie, dass diese für Babys sehr hilfreich ist, dass es dabei um Flüssigkeiten und körpereigene Rhythmen geht, und dass der Erfinder dieser Behandlungsweise nicht nur Arzt sondern auch Pianist war – genug, um meine Faszination zu wecken, Cranio-Sacral-Therapie am "Upledger-Institut" (Graz) zu lernen und in mein Behandlungsangebot aufzunehmen.

 

Auch für die Ausbildung zum Diplom-Hypnose-Coach 2015 bei Mag. Gerald Bloderer im "Zentrum Lebenswert" (Graz) entschied ich mich aus spontaner Faszination. Meine Arbeitsweise in diesem Bereich entwickelt sich laufend weiter, ich erkenne immer mehr, dass Hypnose alles erfüllt, was ich mir vor vielen Jahren von psychotherapeutischer Arbeit erwartet hätte.

Ich bringe jedem Hypnose-Kunden beim ersten Termin schon Selbsthypnose bei, weil es mir wichtig ist, Menschen unabhängig von meiner Person zu unterstützen, ihre persönlichen Ziele zu erreichen und Selbstliebe und inneren Frieden zu finden.

Die Wirkung der Hypnose entfaltet sich mit bewusster Sprache und mit achtsamer Körperwahrnehmung. Ich bin überzeugt, dass das „Unterbewusstsein“ und die „Körperintelligenz“ oder das „Zellgedächtnis“ sehr nah verwandt sind, jedenfalls fühlt es sich für mich persönlich so an.

 

Da lag es nahe, eine Behandlungsmethode zu erfinden, die körperliches und mentales Arbeiten vereint. Ich nenne meine Methode „Touch & Voice nach Lisa Exenberger“. Dabei massiere ich und spreche gleichzeitig positiv wirksame Texte.

In dieser heilsamen Arbeit mit bewusster Sprache schließen sich Kreise zu Germanistik-Studium und kindlicher Lese-Begeisterung. Insgesamt genieße ich es, älter und reifer zu werden, mehr zu können, besser zu verstehen, und so immer flexibler und passender auf die Anliegen und Bedürfnisse meiner Kunden einzugehen.

2020 begann ich an meiner Buchserie "Freigeist & Bauchgefühl" zu schreiben, ich startete den Selbsthilfe-Blog www.gesundheit-ist-lebensfreude.at und schloss meine Ausbildung zur Mentaltrainerin am ILS (Hamburg) ab.
 

Seit 2017 ist die Gesundheitspraxis Exenberger an einem besonders schönen Kraftplatz, in einem denkmalgeschützten Haus aus dem 17. Jahrhundert. In der Herzoggasse, ganz zentral in Mödling, und doch eine Oase der Ruhe mit dicken Mauern, einem netten Innenhof mit Weinlaube, und es regt meine Fantasie als Amateur-Pianistin an, dass vielleicht Beethoven oder gar Schubert in diesem Haus zu Gast war … auch hier schließen sich Kreise.